Geschrieben von Felix am Donnerstag, 17 Februar 2011 um 6:14 Uhr
Irgendwo im Nirgendwo. Ach nein, das war gestern, als der Bus von Tegucigalpa (Honduras) nach Mangua (Nicaragua) einfach so anhielt und wir die naechsten 4 Stunden bei angenehmen 35GradC auf irgendeiner Landstrasse in irgendeinem Land ausharren mussten, bis Ersatz beschafft war. Dank “Who Am I” war die Zeit jedoch schnell ueberbrueckt und wir in der Hauptstadt Nicaraguas, Managua aka. das Moloch, angekommen. Ich empfehle wirklich niemandem (bis auf meine aergsten Feinde) eine Reise hierher. Wer findet sich schon in einem 3$ Hostel wieder, das dann doch 5$ kostet und auf der Suche nach Fruehstueck winken einen die Einheimischen zu, doch besser umzukehren, weil es hier selbst am Tage fuer Gringos gefaehrlich werden kann. Dafuer gibts Sex und Drogen an jeder Ecke! Wir unterstellen sogar unserem Hostel-Besitzer Teil der Mafia zu sein…
Nun denn, wenigstens haben wir in der 4 Stunden Wartezeit eine nette Frau aus Managua kennengelernt, die uns gern die Stadt gezeigt hat, jedenfall das, was sie fuer zeigenswert hielt. Wir haben uns dann doch spontan entschieden die Reise Richtung Granada weiter zu fuehren. Hier stimmt das Flair und es gibt sogar ein Musik-Festival. Es erinnert alles ein wenig an Spanien, obwohl hier kein Spanier mehr zu finden ist…
Internet gibt’s leider nur sporadisch, daher mach ich jetzt mal wieder Schluss. Die Tastatur im Nicaragua-Layout mit englischer Belegung treibt mich in den Wahnsinn!
Liebe Gruesse an alle,
Felix
P.S. Ich liebe Moskitos!!
P.P.S. Noch mehr liebe ich Cola-Rum!!!
Kommentare (2)
Kategorie: 2011 Mittelamerika
Geschrieben von Felix am Freitag, 11 Februar 2011 um 21:45 Uhr
Sonnige Grüße!
Ich sitze grad in einer Bar, trinke den ein oder anderen Tequila und denke an Euch!
Hier gibt es W-LAN, da kann sich iPhone bezahlt machen! Gestern hab ich damit ein Video-Telefonat über Skype mit Arno gehabt, es war wunderbar!
In den letzten Tagen waren wir im Hochland in Coban. Wir sind mit Hilfe einer abenteuerlichen Busreise (Das Wort “Bus” darf man sich hier nicht im gewohnten Sinne vorstellen) in einer Ein-Tages-Tour nach schon 4 Stunden im 60km entfernten “Semuc Chempey” angekommen und begeben uns in den dort gelegenen Naturpark. Hier läuft ein Fluß einerseits unterirdisch, andererseits auch überirdisch, durch an Reisterassen erinnernde Stufen, an der Oberfläche. Das Wasser ist angenehm warm und wunderbar blau. Ich kann nicht lange wiederstehen und geniesse das Bad im erfrischenden Nass!
Für den Rückweg hat sich Christine etwas ganz Besonderes überlegt: Wir fahren auf der Ladefläche eines Pick-Up mit gewöhnungsbedürftigem Komfort und nicht minder verrücktem Fahrer. Ich bin froh, dass ich trotz anfänglicher 30C die lange Hose umd meine Jacke auspacken kann. Wit schaffen es in Rekordzeit zurück nach Coban…
Am nächsten Tag treten wir die ebenso spannende Reise zum “Rio Dulce” an. Dort mündet ein Fluß direkt ins karibische Meer. Das können wir uns nicht entgehen lassen!
Ich “liebe” Busse in Gueatemala!
Auf jeden Fall steht überall Toyota drauf. Mini-Bus wäre beschreibender. Auf jeden Fall sitzen mehr Leute, als eigentlich Platz hätten, aber die stabige Strasse mag niemand gern laufen. Am Abend kommen wir endlich an und können bei Fish und Cola-Rum den herrlichen Sonnenuntergang begrüßen!
Position:Coban
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Kategorie: 2011 Mittelamerika
Geschrieben von Felix am Dienstag, 8 Februar 2011 um 6:24 Uhr
Am Anfang war das Wort. Und dann wurden es schnell mehr, und mehr, und Satzzeichen kamen hinzu. Der aufmerksame Beobachter erkannte ein Muster und wurde somit zum “Leser”.
Willkommen in Guatemala-Stadt, Guatemala, Mittelamerika. Oder doch nicht?
Nach 22 Stunden fliegen, warten, umsteigen, im Flughafen verlaufen, weiterfliegen, warten, umsteigen, noch mehr fliegen, bin ich angekommen – Guatemala-Stadt, 25°C, wolkenloser Himmel, aber kein Gepaeck. Freundlicherweise folgt es mir jedoch im naechsten Flug eine Stunde spaeter. Da hatte doch jemand das Label falsch bedruckt…
Nach einer kurzen Taxi-Fahrt komme ich bei Guille und seinem Vegi-Restaurant an. Leider ist er selbst nicht anzutreffen, dafuer jedoch seine Freunde, die mir einen freundlichen Empfang bereiten. Ich frage mich, ob Christine herfinden wird – und schon klingelt das Telefon! Christine ist 10 Minuten entfernt. Es ist ein herzliches Wiedersehen, irgendwo im Nirgendwo und ich bin froh, dass es geklappt hat. Sie ist seit einer Woce mit Bernith unterwegs und beide steigen mit der Idee aus dem Taxi, heut noch mit Freunden nach El Salvador zu fahren. Dort soll es morgen ein Reggae-Konzert geben. Natuerlich bin ich dabei!
Wir erkunden vorerst die umliegenden Blocks, probieren das lokale Essen und finden ziemlich schnell Platz in einer Bar und trinken einen Rum auf das schoene Leben! Rum sollte in den naechsten Tagen unser taeglicher und wichtigster Begleiter werden. Wir muessen uns beeilen, die beiden Maedels die uns mitnehmen wollen, werden uns schon in einer Stunde abholen! Schnell sind die Sachen auf’s Noetigste reduziert und los gehts!
El Savador ist das Surfer-Paradies! Wolkenloser Himmer, Sonne satt und gute Wellen! Wir kommen Mitternacht in “La Liberdad” an und lassen uns sofort in der naechsten Bar nieder. Die Wellen des Pazifik schlagen direkt vor unserer Nase an – What a feeling! UNzaehlige Cola-Rum und 3 Stunden spaeter haben wir unsere Unterkunft mit “Surfer-Komfort” bezogen und schlafen erschoepft ein…
Ich muss mich noch an die mittelamerikanische Art gewoehnen… Aufstehen um 9, Herumsitzen und quatschen bis 12, Fruehstueck, weitersitzen, weiterquatschen. Bis irgendwann die Mittagssonne nachlaesst, dann beginnt das Leben. Am Mittag gibts zur Ueberbrueckung Rum. Dann draenge ich darauf, endlich im Pazifik baden zu gehen, ein herrliches Gefuehl, den Surfern zusehen, die mit den Wellen zu spielen scheinen und einfach stundenlang im 20°C warmen Wasser verbringen. Hier laesst es sich leben!
Am Abend geht’s in die Hauptstadt “San Salvador” zu besagtem “Skattalites” Reggae/Ska-Konzert. Wir brauchen fuer die Tickets nichts zu bezahlen, stattdessen verteilen wir ein paar Flyer fuer die Maedels. “Hey guys, look here, you gotta be there”. Mancheiner ist sogar beleidigt, wenn wir ihn beim Flyern auslassen! Im Nu sind alle Flyer verteit und wir widmen und dem Konzert und noch mehr Rum. Ska-Musik ist lustig, aber als die Masse bei Bob Marleys “Buffalo Soldier” alle Hemmungen fallen laesst, fuehle ich mich doch ein wenig deplatziert. Bob Marley lebt hier eben noch…
Am Sonntag kochen Elba und Denise typische Speisen aus Guatemala. “Seyviche”, frischer roher Fisch mit jeder Menge Limettensaft, Knoblauch, Zwiebeln und frischen Kraeutern – genau das Richtige um den von letzer Nacht zu bekaempfen. Danach gibts es eine leckere Fischsuppe mit allerlei Meeresfruechten die wir am Tag zuvor frisch direkt von den Fischern gekauft haben.
Nach dem Essen folgt die typische Siesta, also rumsitzen, Bier trinken, quatschen. Uns zieht es nach 2 Stunden zum Strand. Wir beobachten gespannt die Surfer und springen dann selbst ins Wasser, geniessen den Sonnenuntergang, waehrend wir auf die naechste gute Welle warten, um sie – vorerst ohne Surfbrett – zu reiten. auf jeden Fall muessen wir eine Surfschule besuchen!
In der Nacht geht’s zurueck nach Guatemala-City.
The beginning is the end…
Der naechste Stop heisst “Coban” und soll ein paar wunderschoene Hoehlensysteme haben, die wir unbeingt erkunden wollen!
Kommentare (2)
Kategorie: 2011 Mittelamerika
Geschrieben von Felix am Donnerstag, 3 Februar 2011 um 23:34 Uhr
Hallo zusammen,
hier nun die letzte Meldung von mir aus Deutschland für die nächsten Wochen, auf geht’s ins große Abenteuer Mittelamerika.
Es rufen die kulturellen Hotspots in Guatemala, Honduras, Nicaragua und Costa Rica! Bei sommerlichen Temperaturen im Dschungel, Maya-Tempeln oder kilometerlange Strände am azurblauen Meer der Karibik, vielleicht auch auf dem Surfbrett in den halsbrecherischen Wellen des Pazifik. Zur Rückgewöhnung an unsere heimatlichen Wintertemperaturen gibt’s im Anschluß noch ein paar Tage winterliches New York!
Lasst Euch genauso überraschen, wie ich es tun werde und folgt aufmerksam meinen Reise-Eindrücken vom anderen Ende der Welt.
Der heutige Flugplan hat schon Einiges zu bieten:
Berlin – Frankfurt Main – Santo Domingo Panama – Guatemala City.
Strohhut und Sonnenbrille zur sofortigen Akklimatisierung sind natürlich im Handgepäck verstaut.
Leider muss ich dieses Mal ohne meinen Lieblingsreisebegleiter Arno auskommen, dafür treffe ich in Guatemala auf meine langjährige Freundin Christine, die sich in den vergangenen 6 Monaten in Mexiko hoffentlich ein paar Brocken Spanisch aneignen konnte…
Es bleibt also spannend!
Musik für heute:
Kruder&Dorfmeister – The K&D Sessions
Liebe Grüße an Euch alle,
Felix
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Kategorie: 2011 Mittelamerika